Noviteds dal turissem

Das Gleichgewicht bewahren.

Tourismus prägt das Engadin seit Generationen – sichtbar, hörbar, spürbar. Doch Akzeptanz entsteht nicht automatisch. Sie wächst dort, wo Einheimische das Gefühl haben, Teil der Entwicklung zu sein und wo Nutzen und Belastungen im Gleichgewicht bleiben. Wenn der Verkehr fliesst, die Natur geschützt wird und die Wertschöpfung auch bei der lokalen Bevölkerung ankommt, entsteht Vertrauen. 

Gerade im Engadin, wo Gästekultur und Alltag eng ineinandergreifen, ist dieses Gleichgewicht sensibel. Steigende Preise, veränderte Mobilität oder neue Angebotsformen können verunsichern – aber auch Chancen eröffnen. Mit kluger Besucherlenkung wie wir sie diesen Winter auf dem See erlebt haben, offenen Dialogen und einem klaren Fokus auf Qualität statt Masse lässt sich die Balance halten. 

Tourismusakzeptanz bedeutet nicht nur Toleranz, sondern echtes Verständnis: für die Bedürfnisse der Gäste ebenso wie für jene der Menschen, die hier leben. Wenn wir gemeinsam daran arbeiten, wird der Tourismus nicht als Belastung empfunden, sondern als Teil eines lebendigen Engadins – eines Lebensraums, den wir stolz nach aussen tragen. Tragen wir diesem Gleichgewicht auch in Zukunft Sorge. 

Jan Steiner
Vorsitzender der Geschäftsleitung, jan.steiner@engadin.ch

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